Autorenführung „Zeitblende. Fotografien von Holger Rüdel“ am 24.2.2019

Blick auf die Pazifikküste bei Cannon Beach (US-Bundesstaat Oregon) vom Oregon Coast Highway. Das Bild wurde mit einer digitalen Infrarot-Kamera aufgenommen.
Blick auf die Pazifikküste bei Cannon Beach (US-Bundesstaat Oregon) vom Oregon Coast Highway. Das Bild wurde mit einer digitalen Infrarot-Kamera aufgenommen. © Holger Rüdel

Am Sonntag, 24. Februar 2019, wird im Stadtmuseum Schleswig eine Autorenführung am letzten Öffnungstag der Ausstellung „Zeitblende. 1968 bis 2018. Fotografien von Holger Rüdel“ angeboten. Die Finissage-Führung beginnt um 15:00 Uhr und dauert etwa eine Stunde. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Erst 16 Jahre alt, wurde Holger Rüdel 1968 mit seiner Kamera Zeuge einer bewegten Zeit des Aufbruchs. Er sah und fotografierte Ereignisse, die bleibende Spuren in der deutschen Nachkriegsgesellschaft hinterlassen haben. Prägend war insbesondere das Aufkommen einer breiten Protestbewegung vornehmlich unter Schülern und Studenten gegen das „Establishment“, ebenso auch das Entstehen alternativer Angebote in der Pädagogik mit den damaligen Kinderläden.

Als Student der Fotografie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg arbeitete Holger Rüdel ab 1971 als freier Mitarbeiter für Zeitungen und Zeitschriften. In dieser Zeit entstanden Projekte, die ihn zum Beispiel in das Hamburger Rockermilieu, nach Paris in die Quartiere sozial Entwurzelter, in das vom Bürgerkrieg zerrissene Nordirland und in die Hippieszene Amsterdams führten.

Schwerpunkt: Digitale Infrarot-Fotografie

In der Autorenführung erläutert Holger Rüdel die Geschichten zu diesen Bildern, die ihre Brisanz oft nicht eingebüßt haben. Aktuelle Beispiele sind die aufflammende Gewalt im Nordirland-Konflikt und das drohende neue Wettrüsten zwischen den Vereinigten Staaten und Russland. 

Im zweiten Teil der Veranstaltung geht es um die neueren Arbeiten von Holger Rüdel. Er befasst sich aktuell vor allem mit der Naturfotografie und der digitalen Infrarot-Fotografie. In ihrer schwarzweißen Variante kann dieses Aufnahmeverfahren neue Sehweisen und Bildwelten erschließen. Richtig eingesetzt, entstehen Aufnahmen von analytischer, bestechender Klarheit – oder aber Bilder im Stil des magischen Realismus. Diesen Aspekt erläutert der Autor in seiner Führung anhand praktischer Beispiele.

Die Ausstellung „Zeitblende“ ist ein Projekt des Fotoclubs Schleswig e. V.

 

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