Christian von Alvensleben: Salziges Licht

Cabo Pedro de Moel © Christian von Alvensleben
Im salzigen Licht: Aus dem Zyklus „Macaréu“ von Christian von Alvensleben

In den vergangenen drei Jahren fotografierten Christian und Helga von Alvensleben entlang der wilden Atlantikküsten Europas riesige Felsen in Finistère/Bretagne, majestätische Wellen bei Nazaré/Portugal sowie archaische Fischer und ihre Häuser auf der Insel Lanzarote. Die Aplanat Galerie für Fotografie in Hamburg zeigt bis zum 2. Juli 2017 eine Auswahl von 22 Motiven, zusammengestellt aus Werkserien, die bereits in Schleswig, Hamburg und Stuttgart präsentiert wurden.

„Salziges Licht“

„In den Bildern von Christian von Alvensleben begegnen wir der zeitlosen Formensprache und der visuellen Ausdruckskraft der Natur. Die formale Strenge und die Reduziertheit seiner Aufnahmen bewirken eine Konzentration auf die ästhetische Kostbarkeit der archaisch anmutenden Sujets, und es entwickelt sich eine fotografische Handschrift, die sich sowohl in Bildausschnitt und grafischer Flächengestaltung der Einzelmotive wie auch in der konsequenten Konzeption der Bildfolgen klar ausdrückt. Zeichnen mit Licht – diese Ableitung des Wortes Fotografie aus seinen Wurzeln drückt die fundamentale Bedeutung des Lichts für die Fotografie treffend aus. Und Christian von Alvensleben versteht sich auf diese Lichtzeichnung mit meisterlicher Sicherheit und mit genuin fotografischem Blick. Die besondere Qualität des Lichts, die er an den gischtumtosten Steilküsten Portugals, auf den sonnenverbrannten Lavafeldern Lanzarotes oder vor den in Jahrtausenden von Wind und Meer geformten Granitfelsen der Bretagne mit seinen Fotografien einfängt, lässt sich tatsächlich mit zwei Worten beschreiben: Salziges Licht“ (Sebastian Lux / F.C. Gundlach Foundation).

Handvergrößerungen im XXL-Format 

Die bei Aplanat gezeigte Quintessenz des Atlantik-Zyklus beeindruckt durch die strenge Ästhetik der schwarzweißen Hochformate, die bildmächtig als Silbergelatine-Handvergrößerungen von Recom Art in einer Größe von überwiegend 80 x 110 cm präsentiert werden. Eine geradezu suggestive Wirkung entfalten einmal mehr die Motive aus dem Macaréu-Portfolio. Es ist faszinierend, wie die bis zu 30 Meter hohen Wellen an der Westküste Portugals in den perfekten Prints mit ihrer Wucht fast körperlich spürbar werden und mitunter frappierend dreidimensional erscheinen. Und es ist ebenso erstaunlich, dass diese Anmutungsqualität mit dem Werkzeug einer digitalen Kleinbildkamera ermöglicht wurde. Schon allein wegen der Macaréu-Motive lohnt ein Besuch der Ausstellung!

Aplanat Galerie für Fotografie, Lippmannstr. 69-71, 22769 Hamburg
Geöffnet nach telefonischer Vereinbarung (04531-8801310 oder 0170-3384855)

 

 

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