cityscapes rendsburg-berlin. Fotografien von Peter Rathmann

Städte erzählen ihre Geschichten selten laut. Sie hinterlassen Spuren: Fassaden, Linien, Schatten, Farben. In seiner Ausstellung cityscapes rendsburg-berlin in den Museen im Kulturzentrum Rendsburg richtet Peter Rathmann den Blick genau auf diese stillen Ebenen urbaner Räume. Die Fotografien zeigen Rendsburg und Berlin, ergänzt durch Motive weiterer Städte, als Gefüge aus Strukturen und Atmosphären, die im Alltag oft übersehen werden.
Rathmann arbeitet mit einer klaren, zurückhaltenden Bildsprache. Viele seiner Fotografien entfalten ihre Wirkung erst auf den zweiten Blick: Aus unscheinbaren Orten werden präzise Kompositionen, überraschende Perspektiven und stille Schönheiten. Die Bilder laden dazu ein, vertraute Stadträume neu zu lesen – nicht als Kulisse, sondern als Ergebnis menschlicher Entscheidungen, Nutzungen und Veränderungen.

Urbane Strukturen und Rathmanns fotografische Linie
Die Ausstellung steht zugleich im Zusammenhang mit Rathmanns Projekten, in denen er räumliche Strukturen jenseits des Offensichtlichen untersucht. Dazu zählt die Serie Going Up The Country, die ländliche Räume und periphere urbane Regionen in den USA mit derselben analytischen Ruhe betrachtet, die auch seine Stadtlandschaften prägt. Zusammen zeigen diese Werkgruppen die Spannweite seines dokumentarischen Ansatzes: vom urban verdichteten Raum bis zu weitläufigen Landschaftszonen.

cityscapes rendsburg-berlin eröffnet einen konzentrierten Blick auf das Menschenwerk unserer Umwelt. Die Fotografien machen sichtbar, wie viel sich entdecken lässt, wenn die Stadt im Bild zur Ruhe kommt und ihre Linien, Übergänge und Schichtungen in den Vordergrund treten.
Ausstellungsinformationen
Museen im Kulturzentrum Rendsburg, Arsenalstraße 2–10, 24768 Rendsburg
8. Februar bis 10. Mai 2026
Dienstag bis Freitag 10–18 Uhr, Samstag und Sonntag 10–17 Uhr