Island. Kolufossar

Die Kolufossar sind drei Wasserfälle im Nordwesten Islands. Der Fluss Víðidalsá stürzt hier über die drei Wasserfälle Efrifoss (im Bild), Kolufoss und Neðri-Kolufoss in einen schmalen Canyon hinab.
Die Kolufossar sind drei Wasserfälle im Nordwesten Islands. Der Fluss Víðidalsá stürzt hier über die drei Wasserfälle Efrifoss (im Bild), Kolufoss und Neðri-Kolufoss in einen schmalen Canyon hinab. © Holger Rüdel

Kolufossar – diese drei Wasserfälle im Nordwesten von Island sind wenig bekannt und fast noch ein Geheimtipp. Zu Unrecht! Für mich gehören sie mit zu den Perlen unter den versteckten Wasserfällen der Insel aus Feuer und Eis. Auch deshalb, weil es hier Ruhe und keine Besuchermassen gibt. Denn dafür ist der Dreifach-Wasserfall wohl zu abgelegen und ohne jede touristische Infrastruktur.

Gute Voraussetzungen also, um entschleunigt und ungestört zu fotografieren. Das erfordert insbesondere – wie bei allen Aufnahmen von fließendem Nass -, mit verschiedenen Belichtungszeiten zu experimentieren, um die Dynamik des bewegten Wassers entweder impressiv-verwischt oder statisch-eingefroren darzustellen.   

 

Kolufossar aus verschiedenen Perspektiven

Doch zunächst geht es darum, den optimalen Standort zu finden. Das ist im Fall der Kolufossar recht einfach, denn Efrifoss, der obere Wasserfall, präsentiert sich wie auf einer großen Theaterbühne: Von beiden Ufern des Flusses Víðidalsá – nur bei guter Trittsicherheit! – zugänglich und von einer schmalen Straßenbrücke auch frontal sichtbar. Je nach Licht und verwendeter Brennweite lassen sich so den fotogenen Wassermassen ganz unterschiedliche Sichtweisen abgewinnen.

Die Kolufossar sind drei Wasserfälle im Nordwesten Islands. Der Fluss Víðidalsá stürzt hier über die drei Wasserfälle Efrifoss (im Bild), Kolufoss und Neðri-Kolufoss in einen schmalen Canyon hinab.
Aus seitlichem Blickwinkel: Efrifoss, der obere Teil der drei Kolufossar-Wasserfälle im Nordwesten Islands. © Holger Rüdel

Um so dicht wie möglich aus frontaler Perspektive an das tosende Wasser zu gelangen, empfiehlt sich der Einsatz einer Drohne. Dem standen – im Unterschied zu anderen Schauplätzen in Island – bei meinem Besuch von Kolufossar im Juli 2020 keine behördlichen Einschränkungen im Weg. 

Im Stativmodus lassen sich bei einem entsprechend ausgestatteten Fluggerät wie der DJI Mavic 2 Pro auch längere Belichtungszeiten verwacklungsfrei realisieren, um das Fließen des Wassers zu betonen. Mir gelangen bei den Kolufossar einwandfreie Aufnahmen im Stativmodus sogar mit einer 1/6 Sekunde. Allerdings warnte mich das Wrack einer teuren Drohne in den bläulich schimmernden Fluten des Pools unübersehbar davor, die fliegende Kamera allzu leichtsinnig zu starten … 

Aufnahmegeräte: Nikon D850 mit verschiedenen Nikkor-Objektiven sowie Hasselblad L1D-20c (DJI Mavic 2 Pro). 

 

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